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Erkrankung des unteren Harntraktes der Katze

Ihr Tier ist zunehmend schwächer und lustloser, geht häufiger zum Katzenklo, hat wenig bis gar keinen Harnabsatz, beleckt vermehrt sein Genital, hat blutigen Urin oder Harngries und uriniert schmerzhaft auf Teppich oder Sofa?

Entdecken Sie eines dieser Anzeichen, sollten Sie schleunigst mit Ihrem Stubentiger zum Tierarzt fahren. Die Erkrankung des unteren Harntraktes der Katze kann nämlich zur Bildung von Harnsteinen führen.

 

Ein paar anatomische Grundkenntnisse vorweg:

Der Harntrakt besteht aus zwei Nieren, einem Harnleiter pro Niere, einer Blase, und einer Harnröhre.

Die Aufgabe der Niere ist das Ausfiltern von Schadstoffen aus dem Blut. Diese Schadstoffe werden dann aus der Niere über den Harnleiter in die Blase geleitet, wo sie bis zum Urinieren gespeichert werden. Über den Urin werden die Schadstoffe dann aus dem Körper gespült. Aufgrund der Evolution ist der Organismus der Katzen darauf ausgelegt wenig zu trinken und den Urin sehr stark zu konzentrieren, was heutzutage zu gravierenden Folgen führen kann. Die Gefahr an Nieren- oder Harnwegserkrankungen zu erleiden ist dadurch nämlich um ein Vielfaches höher als zum Beispiel bei dem Hund.

Welche Ursachen könnte die Erkrankung haben?

  • Genetische Veranlagungen
  • Stress
  • wenig Bewegung
  • Übergewicht
  • falsche Ernährung
  • virale und bakterielle Harnwegsinfekte

Es gibt verschiedene Arten der Harnwegserkrankungen, wobei der Übergang von der einen zu anderen Erkrankung fließend sein kann.

 

1. Harnsteine (Urolithiasis)

Hier handelt es sich um Nieren- oder Blasensteine, die im Urin entstehen. Die Ursache hierfür ist die Konzentration steinbildener Substanzen sowie der pH-Wert des Urins, der das Säure-Base-Verhältnis darstellt.

Die häufigsten Harnsteine bei der Katze sind die Struvitsteine (entstehen bei basischem Milieu im Urin) gefolgt von den Calcium-Oxalat-Steinen (bei saurem Milieu im Urin). Harnsteine können zu einer Blasenentzündung führen. Bei dieser Erkrankung wird der Tierarzt den Urin auf Art und Häufigkeit der Harnkristalle testen (Katkor Katzenstreu).

Man kann den Harnsteinen aber auch vorbeugen.

Zum Beispiel können die Struvitsteine durch spezielles Futter aufgelöst werden. Es kann zum Beispiel WDT Vet. Diet Urinary, ADVANCE Veterinary Diets Urinary sowie Royal Canin Urinary S/O verfüttert werden, da diese in der Lage sind die Struvitsteine aufzulösen und gleichzeitig der Neubildung vorbeugen, da sie den pH-Wert im Urin herabsetzen.

Die Calcium-Oxalat-Steine hingegen können durch Diätfutter nicht aufgelöst werden, aber durch richtiges Futter vermieden werden. Hier kann zum Beispiel das Royal Canin Urinary U/C verfüttert werden. Es sollte aber beachtet werden, dass diese Futtermittel nur nach eindeutiger Diagnose und auf Rat des Tierarztes verfüttert werden sollten.

 

2. Harnblasenentzündung (Cystitis)

Hier handelt es sich um eine Entzündung der Blase. Sie entsteht durch eine Reizung zum Beispiel durch eine bakterielle Infektion oder Harnsteine.

 

3. Chronische Niereninsuffizienz

Sie kann durch Giftstoffe, mechanische Einflüsse, angeborene Missbildungen, rassebedingte Neigungen, Infektionen, Harnsteine und noch vieles mehr entstehen. Meist werden Symptome erst nach Verlust von 50% der Nierenfunktion erkannt. Symptome können Appetitmangel, Gewichtsverlust, vermehrtes Trinken und häufiger Harnabsatz sein. Manchmal riechen die Katzen auch auffällig nach Urin.

Diese Erkrankung ist lebensbedrohlich und nicht heilbar, weshalb man schon früh vorbeugen sollte.

 

4. FLUTD (feline lower urinary tract disease)

Hierbei geht es um eine Entzündung der unteren Harnwege, und zwar der Blase und der Harnröhre. Die meisten Katzen erkranken in dem Alter von 2 bis 6 Jahren. Das Risiko für kastrierte Tiere ist hier höher, als bei unkastrierten Tieren. Es kommt zu einer Störung des Harnabsatzes mit erheblichen Schmerzen für das Tier.

Ursachen sind meist Übergewicht und ungeeignetes Futter. Es droht ein schwerer Nierenschaden durch Rückstau des Urins. Bei Totalverschluss droht sogar das Reißen der Blase.

 

Wie kann ich einer Erkrankung vorbeugen?

Eine ausgewogene Fütterung und viel Wasser helfen der Gesundheit Ihres Lieblings.

Man kann durch verschiedene Hilfsmittel die Wasseraufnahme der Katze steigern, wodurch der Harn verdünnt und das Risiko an Steinbildung minimiert wird. Die normale Wasseraufnahme einer Katze sollte bei 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht liegen, hier gilt je mehr desto besser. Doch Achtung, trinkt Ihre Katze plötzlich ungewöhnlich viel, kann dies auch Anzeichen einer bereits bestehenden Harnwegs- oder Stoffwechselerkrankung sein.  Achten Sie in Zukunft ein wenig auf die Trinkgewohnheiten Ihrer Katze. Trinkt Sie lieber aus dem laufenden Wasserharn, oder bevorzugt sie Trinkbrunnen oder sogar abgestandenes Wasser. Bieten Sie ihr mehr der bevorzugten Trinkquellen. Ein weiterer Tipp, das Wasser sollte mindestens zwei Meter von der Futterstelle entfernt stehen, da Katzen instinktiv Angst vor der Verunreinigung des Wassers durch Futterreste haben und das Wasser deshalb oft nicht anrühren.

Nun kommen wir zum zweiten essentiellen Punkt, um die Gesundheit Ihrer Katze zu gewährleisten und zwar das Futter. Die meisten Harnsteine bestehen aus Amonium, Magnesium und Phosphat, also Substanzen, die in normalem Futter vorhanden sind. Besonders das Supermarkttrockenfutter enthält sehr hohe Mengen von diesen Mineralien. Hinzu kommt, dass Trockenfutter dem Körper noch zusätzlich Wasser entzieht. Sie sollten darauf achten, dass das Trockenfutter den pH-Wert reguliert und wenig steinbildende Mineralien enthält. Dazu sollten Sie ihrer Katze aber auch Nass- und Feuchtfutter anbieten, da dies von Haus aus mehr Wasser enthält.

Aber was tun, wenn Ihre Katze das angebotene Futter nicht frisst? Dafür gibt es ein paar kleine Tricks, um Ihren Vierbeiner zu überlisten. Stellen Sie das Futter nicht von heute auf morgen drastisch um, sondern gewöhnen Sie ihre Katze langsam an die Veränderung. Sie können Anfangs das gewohnte Futter mit dem neuen Futter mischen und den Anteil des neuen Futters jeden Tag ein wenig erhöhen. Dies gilt sowohl für Trocken- als auch für Nassfutter. Sie können natürlich auch das Nass- und das Trockenfutter vermischen um Ihre Katze umzugewöhnen. Frisst ihre Katze aber nur Trockenfutter, können Sie jeden Tag ein paar Tropfen mehr Wasser auf das Trockenfutter geben, damit Ihre Katze mehr Flüssigkeit zu sich nimmt. Jede Katze wird sich irgendwann an die Umstellung gewöhnen und das neue Futter annehmen – versprochen.

Es gibt auch Ergänzungsfutter sowie Hauptfutter über das zum Beispiel die Balance des pH-Wertes im Urin aufrecht gehalten wird und das die Harnwege pflegt. Diätfutter hingegen sollte wie weiter oben schon erwähnt, nur nach Diagnosestellung durch den Tierarzt gefüttert werden.

Der Grundsatz sollte also immer heißen, vorbeugen statt heilen. Harnwegserkrankungen sind langwierig und schmerzhaft. Nicht alle Erkrankungen sind heilbar.