Versandkostenfrei

ab 29,00 EUR mit

Abo-Bestellung

Sparen Sie 4% bei jeder Bestellung

Die Harnorgane - Diäten bei Nierenerkrankungen und Harnsteinproblemen

Wieso eine Nierendiät?

Ist eine Nierenerkrankung diagnostiziert, gilt es, diese soweit als möglich (medikamentös) zu therapieren. Bei chronischen Nierenerkrankungen ist in vielen Fällen die ursprünglich schädigende Ursache nicht mehr nachzuweisen und ein Großteil der Nephrone bereits geschädigt. Dann gilt es, die noch intakten Teile der Niere in ihrer Funktion zu unterstützen und diese so lange wie möglich zu erhalten.

Diätetische Maßnahmen beinhalten unter anderem folgende Schwerpunkte:

  • Eine Reduktion des Phosphorgehalts im Futter
  • Die Reduktion der Proteingesamtmenge bei Fütterung möglichst hochverdaulicher Proteine und eine gesicherte Deckung des Energiebedarfs.

Regelmäßige Kontrollen des Befindens und der Blutwerte helfen, den Zustand des Tieres zu beurteilen und ggf. Rationsanpassungen vorzunehmen.

Bedenken Sie bitte bei der Umstellung auf eine Nierendiät:

Zur Gewöhnung beginnen Sie mit sehr kleinen Mengen der neuen Diät, die Sie unter das altbekannte Futter mischen. Diese Menge wird nach einer Gewöhnungszeit in auf das individuelle Tier zugeschnittenen Schritten vergrößert, bis ausschließlich Diätfutter gefüttert wird.

Vermeiden Sie möglichst die Gabe von Extra-Leckerlis. Diese sind in ihrer Zusammensetzung nicht auf eine Nierenerkrankung abgestimmt.

Wasser sollte dem nierenkranken Tier stets zur Verfügung stehen. Es hat aufgrund seiner Erkrankung einen erhöhten Wasserbedarf, der nicht eingeschränkt werden darf!

In seltenen Fällen gilt es, die niedrige aufgenommene Wassermenge zu erhöhen.

Auf welche Tricks Sie dabei zurückgreifen können, können Sie hier nachlesen.

 

Wieso eine Diät bei Blasenproblemen und Harnsteinbildung?

Ist eine Erkrankung des Harntraktes diagnostiziert, gilt es, diese soweit als möglich medikamentös und diätetisch zu therapieren. Neben Nierenerkrankungen sind bei unseren Haustieren auch häufig die ableitenden Harnwege betroffen. Harnsteinbildung (Urolithiasis) und Blasenentzündung können dabei Hand in Hand gehen.

Bildgebende Verfahren verschaffen einen Überblick über Lage, Größe und Anzahl der Steine. Aber erst nach laboranalytischer Bestimmung der Konkrementart kann die Art der Therapie, welche ggf. auch diätetischer Natur sein kann, festgelegt werden. Es gilt: eine Diät sollte niemals nach Verdacht, sondern nur nach gründlicher diagnostischer Abklärung erfolgen, da sonst die Gefahr besteht, durch die Futterumstellung das Problem zu vergrößern, statt es zu minimieren. Überlassen Sie daher die Auswahl des geeigneten Diätfuttermittels immer Ihrem Tierarzt.

Diätetische Maßnahmen bei durch Futter beeinflussbarer Urolithiasis beinhalten u.a. folgende Schwerpunkte:

  • Die Erhöhung der Wasserzufuhr. Sie führt zu niedriger konzentriertem Harn sowie einer höheren Ausscheidungsfrequenz.
  • Die Beeinflussung des pH-Wertes durch die Futterzusammensetzung.
  • Die Anpassung der Nährstoffversorgung, da es wichtig ist, die Komponenten, die an der Konkrementbildung beteiligt sind, im Harn zu reduzieren.

Bedenken Sie bitte bei der Umstellung auf eine Diät bei Blasenproblemen:

Zur Gewöhnung beginnen Sie mit sehr kleinen Mengen der neuen Diät, die Sie unter das altbekannte Futter mischen. Diese Menge wird nach einer Gewöhnungszeit in auf das individuelle Tier zugeschnittenen Schritten vergrößert, bis ausschließlich Diätfutter gefüttert wird.

Vermeiden Sie möglichst die Gabe von Extra-Leckerlis. Diese sind in ihrer Zusammensetzung nicht auf die Erkrankungsproblematik abgestimmt.

Bei Blasenerkrankungen sollte die Wasseraufnahme gefördert werden. Gelingt dies bei Ihrem Tier nur schlecht, erhalten Sie dazu hier hilfreiche Tipps.

Fördern Sie die Harnabsatzfrequenz Ihres Tieres. Hunden sollte durch häufige Spaziergänge die Möglichkeit zum Harnabsatz gegeben werden. Lange Ruhephasen ohne Harnabsatz sollten möglichst vermieden werden.

Katzen mit Blasenproblematik sollte immer ein sauberes Katzenklo angeboten werden. Es empfiehlt sich, stets ein Katzenklo mehr als Katzen im Haushalt leben anzubieten und ggf. in Form (hoher/niedriger Rand, mit oder besser ohne Deckel) und Streuart zu variieren.