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Ektoparasiten: Flöhe, Zecken, Milben & co.

Klein, aber oho!

Leider kommen blutsaugende Parasiten wie Zecken, Mücken, Stechfliegen, Milben oder Flöhe häufig in der Umgebung unserer vierbeinigen Lieblinge vor. Sie saugen nicht nur Blut, sondern können auch potentielle Überträger gefährlicher Krankheitserreger sein. Daher sollten regelmäßige Vorsorge und Kontrolle selbstverständlich sein.

Wie kann ich mein Tier schützen?

Zum Schutz vor blutsaugenden Parasiten gibt es eine große Auswahl an Medikamenten, sog. Antiparasitika. Es gibt sie als Spot-on zum Auftragen, als Halsband und zum Teil auch zur oralen Einnahme. Bisher gibt es aber leider noch kein Mittel, dass gegen alle bekannten Parasiten wirkt.

 

Um dem Tierhalter eine möglichst einfache und überschaubare Parasitenvorsorge zu ermöglichen, werden daher häufig Wirkstoffe kombiniert, um gleichzeitig unterschiedliche Parasitenfamilien zu bekämpfen.

Einige Mittel sind frei verkäuflich, andere können nur durch den Tierarzt abgegeben werden, d.h. sie sind verschreibungspflichtig.

Die Entscheidung, welches Präparat das richtige für Ihr Tier und den Infektionsdruck seiner alltäglichen Umgebung ist, sollten Sie am besten gemeinsam mit Ihrem Tierarzt treffen.

Auch im Hinblick auf geplante Urlaubsreisen ist dabei an eine spezielle Beratung zu denken, denn es gilt: andere Länder - andere Parasiten.

Für den routinierten Besitzer ist der Zecken- und Flohschutz selbstverständlich. Hierzu stehen hauptsächlich Spot-on-Präparate sowie Parasitenschutzhalsbänder zur Verfügung.

Spot-on-Präparate werden direkt aus der Pipette auf die Haut (meist im Nackenbereich) des Tieres aufgetragen. Dazu wird das Fell mit den Fingern gescheitelt und der Inhalt der Pipette auf der Haut ausgedrückt. Bei größeren Hunden kann die Flüssigkeitsmenge auch auf mehrere Stellen im Rückenbereich verteilt werden. Die Anwendung sollte idealerweise abends erfolgen, damit die Substanz sich über Nacht auf der Hautoberfläche verteilen und trocken kann. So kann sie beim Kontakt des Parasiten mit der Haut wirken.

Parasitenschutzhalsbänder sind mit den Wirkstoffen imprägniert und geben diese langsam und kontinuierlich über einen längeren Zeitraum ab. Vor allem beim Kontakt der Tiere mit Kleinkindern sollte bedacht werden, dass der Wirkstoff vom Fell auf die Hände der Besitzer gelangen kann.

Für Katzen besteht außerdem das Risiko, mit einem Halsband unbemerkt hängenzubleiben. Parasitenschutzbänder sollten daher eine Sollbruchstelle aufweisen.

Bedenken Sie bei akutem Flohbefall bitte immer, dass eine parallele Umgebungsbehandlung essentiell ist, um der Plage „Herr zu werden". Denn aus einem Floh, den Ihre Katze oder Ihr Hund mit nach Hause bringen, kann schnell eine Population tausender werden. Nur etwa 5% der Flöhe befinden sich am Tier selbst, 95% in Form von Eiern, Larven und Puppen in unmittelbarer Umgebung des Haustieres. Intensives Staubsaugen aller Ritzen vor allem in der Nähe der Lieblingsplätze ihres Tieres minimiert den Befall ebenso wie das gründliche Waschen von Decken, Kissen und Bezügen. Alle dann noch vorhandenen Mitglieder der Flohpopulation können mit einem Umgebungsspray oder sog. "Fogger" abgetötet werden.

Auch andere Haustiere in der Wohnung, bzw. alle Tiere, mit denen Ihr Haustier regelmäßigen Kontakt hat, gehören zur „Umgebung" und sollten mit Flohschutzmittel behandelt werden.

Wie erkenne ich, ob mein Hund Flöhe hat?

Tiere die Freigang haben, kommen früher oder später mit einem Flohträger in Kontakt. Aber auch reine Wohnungstiere sollten regelmäßig kontrolliert werden. Ein einziger Floh reicht, um in Ihrem Haushalt eine Flohpopulation anzusiedeln.

Um herauszubekommen, ob Ihr Tier unter Flohbefall leidet reicht es nicht, das Tier nach Flöhen abzusuchen. Diese sind schwer auffindbar und außerdem nur bei der Nahrungsaufnahme, dem Blutsaugen, auf Ihrem Tier vorhanden. Alle Entwicklungsschritte und Zwischenstadien machen sie in der Umgebung des Tieres durch und halten sich dort in schwerer zugänglichen Bereichen auf, die Ihr Tier regelmäßig aufsucht.

Um nun zur Diagnose Flohbefall zu gelangen, gibt es aber einen einfachen Trick: Kämmen Sie Ihr Tier mit einem feinzinkigen sogenannten Flohkamm. Herausgekämmte Haare und „Krümel" legen Sie auf ein angefeuchtetes helles Tuch. Färben schwarze Krümel das helle Tuch rötlich, so handelt es sich dabei um den im Flohkot enthaltenen Blutfarbstoff - ein klarer Hinweis auf Flohbefall. Behandlungen gegen Flohbefall sollten über einen längeren Zeitraum erfolgen und je nach Stärke des Befalls auch die Umgebung mit einschließen, da Flohbrut in der Umgebung sitzt und sich dort erst noch entwickelt. Ihr Tierarzt berät Sie dazu gerne.