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Chronische Nierenerkrankung bei Katzen

Chronische Nierenkrankung bei Katzen -

alles, was Sie wissen müssen!

Die chronische Nierenerkrankung, herkömmlich auch Niereninsuffizienz genannt, ist bei älteren Katzen ein relativ häufiges Problem. Die Erkrankung ist nicht heilbar – mit einer geeigneten Fütterung und Behandlung kann das Fortschreiten der Symptomatik allerdings deutlich verlangsamt werden. Daher gilt: Je früher Maßnahmen ergriffen werden, desto besser! Informieren Sie sich jetzt zum Thema Nierenerkrankung und wie Sie Ihrer Katze helfen können.

Inhaltsübersicht

Nieren

Die lebenswichtigen Funktionen der Nieren

Katzen haben - wie alle Säugetiere - zwei Nieren. Jede Niere besteht aus tausenden kleinen Funktionseinheiten, sogenannte Nephrone, die das Blut filtern, Abbauprodukte ausleiten, gleichzeitig aber brauchbare Substanzen recyceln und den Harn konzentrieren. Die Niere ist ein lebenswichtiges Organ, das zahlreiche Funktionen erfüllt. Die Wichtigsten sind:

1. Filter für das Blut

Ausscheidung von Abbauprodukten des Stoffwechsels mit dem Urin und Rückgewinnung brauchbarer Substanzen.

2. Wasserhaushalt im Gleichgewicht halten

Die Niere reguliert die Konzentration unentbehrlicher Mineralstoffe im Blutkreislauf und den Wasserhaushalt über die Konzentration des Urins.

3. Bildung und Aktivierung von Hormonen

Für die Erneuerung der roten Blutkörperchen, zur Kontrolle des Blutdrucks sowie zur Regulation des Knochenstoffwechsels.

Was passiert mit der Niere bei einer chronischen Nierenerkrankung?

Im Verlauf einer chronischen Nierenerkrankung verlieren mit der Zeit immer mehr Nephrone ihre Funktion und werden nicht mehr ersetzt. Mit zunehmender Zerstörung des Nierengewebes kommt es zu einer Einschränkung der Nierenfunktion: Unerwünschte Stoffe sammeln sich im Organismus an und das Gleichgewicht der Mineralien im Blut und damit auch der Wasserhaushalt können gestört werden.

Dies hat zur Folge, dass nierenkranke Katzen ihren Urin oft nicht mehr optimal konzentrieren können. Ihnen als Besitzer fällt daher eventuell zuerst auf, dass Ihr Tier vermehrt trinkt und große Mengen Urin absetzt.

Hinweis:

Ihre Katze trinkt auffällig viel und setzt vermehrt Urin ab? Dies können erste Alarmzeichen für eine beginnende Nierenerkrankung sein!

Woran kann ich erkennen, ob meine Katze nierenkrank ist?

Der Flüssigkeitsverlust und die Ansammlung von Abbauprodukten des Stoffwechsels im Blut können zahlreiche, sehr unterschiedliche Symptome hervorrufen. Um herauszufinden, ob Ihre Katze nierenkrank ist, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Ja

    Nein

Konnten Sie mehr als zwei dieser Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie die Nierengesundheit Ihrer Katze in Ihrer Tierarztpraxis untersuchen lassen!

Das Alter Ihrer Katze spielt eine große Rolle:


➔ 1 von 3 Katzen über 12 Jahre leidet an einer Nierenerkrankung


➔ Jede 2. Katze über 15 Jahre ist von einer Nierenerkrankung betroffen

Daher gilt: Ab einem Alter von ca. 7 Jahren sollte ein regelmäßiger Laborcheck der Nierenwerte bei Ihrer Katze ein bis zwei Mal im Jahr durchgeführt werden, um so früh wie möglich auf Veränderungen reagieren zu können.

Die Behandlungsmöglichkeiten: Hier kommt die Nierendiät ins Spiel

Auch wenn eine Nierenerkrankung nicht heilbar ist, können eine geeignete Ernährung und eine speziell auf Ihr Tier abgestimmte Behandlung die Lebenserwartung um mehrere Jahre erhöhen. Eine geeignete Diät bildet dabei eine sehr wichtige begleitende Maßnahme bei der Therapie einer Nierenerkrankung. Das Diätfuttermittel hat folgende Eigenschaften:

Hohe Schmackhaftigkeit

Die beste Diätnahrung nützt schließlich nichts, wenn sie nicht gefressen wird. Daher kommt dem Geschmack einer Nierendiät besondere Bedeutung zu. Zudem gelten Nierenpatienten als extrem mäkelige und wählerische Fresser.


Hoher Energiegehalt

Dank des hohen Energiegehalts kann der gesamte Tagesbedarf mit einer relativ kleinen Futtermenge gedeckt werden. Dies ist besonders bei Katzen mit weniger Appetit sinnvoll.


Reduzierter Phosphorgehalt

Durch eine Reduktion des Phosphorgehaltes wird ein entscheidender Beitrag geleistet, um die weitere Zerstörung des Nierengewebes zu verlangsamen.

Moderat reduzierter Proteingehalt mit hochwertigen Proteinen tierischer und pflanzlicher Herkunft

Um sicher zu stellen, dass möglichst wenig Abbauprodukte wie Harnstoff entstehen, aber trotzdem alle Aminosäuren (Bausteine der Proteine) in bedarfsdeckender Menge aufgenommen werden können, müssen die enthaltenen Proteinquellen qualitativ besonders hochwertig sein.

Welche Vorteile bietet ROYAL CANIN®?

ROYAL CANIN® bietet mit RENAL, RENAL SPECIAL, RENAL SELECT und EARLY RENAL maßgeschneiderte Diätnahrungsmittel für nierenkranke Katzen in unterschiedlichen Stadien der Erkrankung.


Die Trocken- und Feuchtnahrung von EARLY RENAL eignet sich ideal für jüngere Katzen ab sieben Jahren zur Unterstützung der Nieren bei ersten Anzeichen einer Nierenfunktionsschwäche. Die Nierendiäten RENAL, RENAL SPECIAL und RENAL SELECT hingegen unterstützen die Nierenfunktion Ihres Tieres in fortgeschrittenen Stadien. Das umfangreiche Sortiment besteht aus drei Trocken- sowie vier verschiedenen Feuchtnahrungen. Dabei setzt ROYAL CANIN® auf höchste Akzeptanz: Jede RENAL-Nahrung weist ein anderes Aromaprofil auf und unterscheidet sich in Textur, Form und Größe. Sollte es zu einer Verweigerung der Diät kommen, haben Sie somit immer mehrere Alternativen, mit denen Sie Ihr nierenkrankes Tier wieder zur Futteraufnahme anregen können.


Die RENAL-Variationen und EARLY RENAL erfüllen dabei die Voraussetzung der optimalen diätetischen Unterstützung des Nierenpatienten.

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  • Royal Canin Futter

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    VET DIET Renal RF 23

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    Vet Diet Early Renal Feine Stückchen in Soße

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    VET DIET Renal Fisch feine Stückchen in Sosse

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    VET DIET Renal Rind Stückchen in Soße

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Die wichtigsten Schlüsselpunkte von RENAL sind:

Diätetisches Management bei chronischer Nierenerkrankung

Die speziell zusammengestellte Rezeptur enthält die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, Antioxidantien und einen niedrigen Phosphorgehalt.

Nierenentlastung

Ein angepasster (moderat reduzierter Gehalt) an hochwertigen Proteinen kann helfen, die Nieren zu entlasten.

Ausgleich des Säure-Basen-Haushaltes

Eine chronische Niereninsuffizienz kann zu einer Übersäuerung des Stoffwechsels - der sogenannten Azidose - führen. Deshalb sind die RENAL-Nierendiäten mit alkalisierenden Substanzen angereichert.

Akzeptanz

Jedes RENAL Produkt hat ein anderes, einzigartiges Aromaprofil, welches den individuellen Vorlieben des Nierenpatienten entgegenkommt.

Häufige Fragen zur chronischen Nierenerkrankung: Wir haben die Antworten!

1. Meine Katze hat eine Nierenerkrankung. Habe ich etwas falsch gemacht?

Die Ursache einer Niereninsuffizienz lässt sich in vielen Fällen nicht genau klären. Bei sehr alten Katzen entsteht sie zum Teil einfach im Rahmen des normalen Altersprozesses. In anderen Fällen gab es zwar einen Auslöser wie z. B. eine Infektion, Vergiftung oder Durchblutungsstörung nach einem Unfall oder Schock, dieser liegt aber schon so weit zurück, dass er nicht mehr genau nachzuvollziehen ist. Ihr Tier leidet an einer Erkrankung, von der leider ein hoher Prozentsatz alter Katzen betroffen ist.

2. Was mache ich, wenn meine Katze die Nierendiät verweigert?

Für die Lebenserwartung und -qualität Ihrer Katze ist es immens wichtig, dass sie die verordnete Nierendiät frisst. Stellen Sie das normale Futter langsam auf die Diätnahrung um, wärmen Sie die Nahrung auf Körpertemperatur an oder versuchen Sie eine Mischung aus Trocken- und Feuchtnahrung RENAL. Was Sie bei einem Trocken-Feucht-Mix beachten sollten, können Sie hier im Beitrag lesen.

Sollte dies alles nichts helfen, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt und probieren Sie ggf. ein alternatives Produkt mit einem anderen Aromaprofil aus dem umfangreichen RENAL Sortiment von ROYAL CANIN®.

3. Kann ich meinem nierenkranken Tier Leckerlis geben?

Grundsätzlich kann die Nierendiät nur dann ihre optimale Wirkung entfalten, wenn sie ausschließlich gefüttert wird. Das Mischen mit ungeeignetem Futter gefährdet den Behandlungserfolg. Eine Mischfütterung von Trocken- und Feuchtdiätnahrung RENAL ist natürlich möglich. Zusätzlich können die schmackhaften Kissenkroketten der RENAL Select Trockennahrung auch als Leckerli eingesetzt werden.

4. Nierenkranke Katzen trinken viel – wie viel ist “viel”?

Der Wasserbedarf von Katzen liegt bei etwa 50 ml/kg Körpergewicht am Tag. Die Trinkmenge kann je nach Wassergehalt der Nahrung, Umgebungstemperatur, körperliche Aktivität usw. stark schwanken. Weitere Informationen zum Wasserbedarf einer Katze finden Sie hier.

Von einer vermehrten Wasseraufnahme spricht man, wenn Katzen täglich deutlich mehr als 50 ml Wasser/kg Körpergewicht trinken. Dies zieht automatisch einen gesteigerten Harnabsatz nach sich. Deutlich wird dies für Katzenbesitzer oft, wenn der Katzenstreuverbrauch plötzlich ansteigt oder ihr Tier auch außerhalb der Katzentoilette Harn absetzt.

5. Muss ich besondere Fütterungsregeln beachten?

  • Halten Sie sich an die verordnete Tagesfuttermenge von RENAL.

  • Füttern Sie ausschließlich die Diätnahrung, keine normalen Leckerlis oder Speisen vom Tisch.

  • Kontrollieren Sie das Körpergewicht Ihrer Katze 1 x pro Woche und passen Sie ggf. die Futtermenge in Absprache mit Ihrem Tierarzt an.

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze immer unbegrenzten Zugang zu frischem Trinkwasser hat.

  • Da die chronische Niereninsuffizienz nicht heilbar ist, muss die verordnete Diät lebenslang gefüttert werden.

6. Können alle meine Tiere RENAL mitfressen?

Generell sollte RENAL nur von Tieren gefressen werden, die unter einer Nierenerkrankung leiden. Aufgrund von Kontraindikationen sollten vor allem folgende andere Tiere im Haushalt nicht mit RENAL gefüttert werden:

  • tragende Hündinnen/Katzen

  • säugende Hündinnen/Katzen

  • Hunde- und Katzenwelpen

  • Hunde mit Bauchspeicheldrüsenentzündung oder erhöhten Blutfettwerten

Hinweis:

Die Fütterung einer veterinärmedizinischen Diätnahrung darf nur in Rücksprache mit Ihrem Haustierarzt erfolgen.


Während der Fütterung einer veterinärmedizinischen Diätnahrung sollten Sie Ihren Haustierarzt regelmäßig (alle 6 Monate) zu Kontrolluntersuchungen aufsuchen.


Sollte sich der Gesundheitszustand Ihres Haustieres verschlechtern, müssen Sie umgehend tierärztlichen Rat einholen.