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Hilfe, meine Katze trinkt zu wenig!

Insbesondere unter Katzen gibt es leider immer wieder schlechte Trinker. Aus genetischer Sicht ist dieses Verhalten kein Wunder, denn die Vorfahren unserer Stubentiger stammen aus der Wüste und haben gelernt mit wenig Wasser auszukommen. Trotzdem sollten Katzenbesitzer darauf achten, dass ihr Vierbeiner genügend Wasser zu sich nimmt. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten und geben Ihnen nützliche Tipps, mit denen Sie Ihre Katze zum Trinken motivieren können. 

 

Inhaltsübersicht 

Der tägliche Wasserbedarf einer Katze 

Wie die Anzahl der Katzentoiletten die Wasseraufnahme beeinflusst 

So können Sie Ihre Katze zum Trinken animieren 

 

Der tägliche Wasserbedarf einer Katze 

Zunächst sollten Sie ein Verständnis dafür bekommen, wie viel Trinkwasser Ihre Katze pro Tag zu sich nehmen sollte. Die Menge hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab: So benötigt eine Katze, die ausschließlich Trockenfutter frisst, mehr Trinkwasser als ein Tier, das Feuchtnahrung bekommt. Allgemein gilt als ungefähre Richtlinie beim Errechnen der Trinkmenge, dass Katzen täglich ca. 45 - 50 ml pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen sollten. 

Ein Beispiel: 

Wiegt Ihre Katze kg und frisst ausschließlich Trockenfutter, so braucht sie 180 bis 200 ml Wasser pro Tag (4 kg x 45 bis 50 ml). 

Beachten Sie, dass der Wasserbedarf bei hohen Außentemperaturen oder vermehrter körperlicher Aktivität ansteigt. 

 

Wie die Anzahl der Katzentoiletten die Wasseraufnahme beeinflusst 

Katzen sind sehr reinliche Tiere. Deshalb sollten sie stets eine saubere Katzentoilette benutzen können und dabei keinem Stress ausgesetzt sein. Gestresste Katzen sind nicht nur unzufriedenerauch halten sie den Urin länger ein und trinken weniger, nur um das unliebsame Örtchen nicht aufsuchen zu müssen. 

Daher gilt: Es sollte immer eine Katzentoilette mehr aufgestellt werden, als Katzen im Haushalt leben. 

Auch die für den Menschen nicht immer sichtbare Rangordnung unter mehreren Katzen kann dazu führen, dass rangniedrigere Tiere die Toilette vom

Ranghöheren nicht benutzen dürfen und vertrieben werden. Des Weiteren sollten Sie darauf achten, offene Katzentoiletten aufzustellen, damit die Katze jederzeit sehen kann, was um sie herum geschieht und im Notfall flüchten kann. 

 

So können Sie Ihre Katze zum Trinken animieren

- Bieten Sie Nass- statt Trockenfutter an! 

Der Feuchtigkeitsgehalt im Nassfutter ist ca. 8-10x höher als der im Trockenfutter (8-10 % gegen 80 %). Ihr Tier mag kein Nassfutter? Mischen Sie das Trockenfutter einfach mit etwas WasserDamit das Futter die Flüssigkeit gut aufnimmt, sollten Sie es vor dem Füttern ca. 10 min. einweichen lassen. 

- Platzieren Sie den Wassernapf nicht direkt neben dem Futternapf. 

Bei Katzen erfolgen Nahrungs- und Futteraufnahme natürlicherweise nicht unbedingt am selben Ort. 

- Stellen Sie an verschiedenen Stellen im Haus oder Garten Wassernäpfe auf. 

Das Versteck hinter dem Sofa oder eine schlechte einsehbare Stelle im Garten eignen sich dafür hervorragend! Halten Sie die Näpfe stets sauber, aber wechseln Sie nicht in allen Schüsseln täglich das Wasser. Manche Tiere bevorzugen abgestandenes oder durch Wind und Wetter „gewürztes“ Wasser. 

- Fügen Sie dem Trinkwasser leckere Geschmäcker hinzu! 

Um den Gourmets unter unseren Haustieren das langweilige und fade Einheitswasser etwas schmackhafter zu machen, kann man diesem Thunfisch-Saft o. ä. hinzufügen. Diese Näpfe sollten dann aber unbedingt täglich gereinigt werden. Damit Sie nicht jeden Tag eine neue Dose Thunfisch öffnen müssen, füllen Sie den Saft einer Dose in ein Glas, verdünnen ihn mit etwas Wasser und frieren das Ganze anschließend in einem Eiswürfelbehälter ein, sodass Sie jeden Tag lediglich eine neue Portion auftauen müssen. 

- Katzen sind bekannt für ihre Vorliebe ungewöhnlicher Trinkplätze. 

So kann ein laufender Wasserhahn oder Trinkbrunnen die Neugierde Ihres Stubentigers wecken und ihn spielerisch zum Trinken animieren.

Viel Spaß beim Ausprobieren!