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Harnsteine bei Hunden und Katzen - Teil 2

Wie erkennt der Tierarzt, ob mein Haustier Harnsteine hat?

Ob ein Patient mit Harnabsatzproblemen tatsächlich unter Harnsteinen leidet, lässt sich eindeutig im Ultraschall oder auf dem Röntgenbild erkennen. 

Bei positivem Befund sollte grundsätzlich immer eine Futterumstellung erfolgen. Allerdings sollte dies immer spezifisch und somit erst nach Kenntnis der genauen Steinart geschehen! Eine falsche Diät kann im Zweifel noch mehr Schaden anrichten!

Eine eindeutige und zu 100% sichere Bestimmung der Steine ist ausschließlich durch deren Analyse im Labor möglich (sog. Konkrementanalyse). Liegen also Steine vor, die bereits operativ entfernt oder zufällig mit dem Harn ausgeschieden wurden, so sollten diese zur genauen Analyse am besten immer eingeschickt werden. 
In der Praxis ist es nun meistens so, dass dem Tierarzt bei der Erstvorstellung eines Harnstein-Patienten normalerweise keine Steine zum Einschicken zur Verfügung stehen. In der Regel wird er den Patienten auch nicht umgehend operieren, nur um Material für eine Analyse zu gewinnen. Hier kann die mikroskopische Untersuchung des Harnsediments die nötigen Hinweise liefern. Im Idealfall setzt das Tier in der Praxis spontan Urin ab, der für die Untersuchung genutzt werden kann. Geschieht dies nicht, so besteht die Möglichkeit unter Ultraschallkontrolle die Blase zu punktieren und auf diesem Weg Urin zu gewinnen. Nach Zentrifugation wird das daraus gewonnene Sediment unter dem Mikroskop betrachtet. Anhand der so identifizierten Kristalle kann nun eine gezielte diätetische Therapie erfolgen.